Übungen
Einsatzübung am Übungsplatz der Bundeswehr Regen
Am Samstag, den 16. August, machte der Ortsverband Regen eine Übung auf dem Gelände der Bundeswehr in Regen.
Bereits vor einigen Jahren war man dort zum Zwecke einer Kraftfahrerausbildung. Damals wurden die Wege und die Hügel des Übungsgeländes genutzt um das Können der Kraftfahrer unter Beweis zu stellen. In diesem Jahr hat man sich die beiden dort befindlichen Übungshäuser vorgenommen. Unter realen Bedingungen können dort viele verschiedene Szenarien geübt werden.
Als erstes durfte die Grundausbildungsgruppe eine Person aus einem Tunnel bergen. Mittels Schleifkorb wurde der dort liegende Kamerad befreit. In einem der beiden Häuser, welches über einen Keller, ein Erdgeschoss, ein erstes Stockwerk und einen Dachboden verfügt, wurde im Anschluss daran, im Keller eine Nebelmaschine postiert. Nachdem das Gebäude vollständig mit Rauch geflutet war, kamen die Atemschutzgeräteträger des Ortsverbandes an die Reihe. Auch sie mussten „Verletzte“ aus dem Gebäude retten.
Die zweite Bergungsgruppe war mittlerweile beim zweiten Haus damit beschäftigt, über die Außenfassade in das Gebäude einzudringen. Mithilfe der Auffanggurte wurden die Helfer gesichert, welche diese Aufgabe lösen mussten. Oben angekommen, wurden „Verletzte“ mittels eines Leiterhebels aus dem ersten Stock gerettet.
Die Grundausbildungsgruppe war zur gleichen Zeit damit beschäftigt, das Mannschaftszelt aufzubauen, da sich gegen 9.00 Uhr das Wetter verschlechterte und es zu regnen begann. So konnte man die Brotzeit im trockenen zu sich nehmen. Vor dem Zelt wurde die mitgebrachte Feldküche in Position gebracht, in welcher das Mittagessen zubereitet wurde.
Im Keller des ersten Hauses wurde von der ersten Bergungsgruppe eine Deckenabstützung angebracht. Dazu wurden mitgebrachte Balken, sowie das Einsatzgerüstsystem (EGS) des Ortsverbandes benutzt.
Die Grundausbildungsgruppe war zur gleichen Zeit damit beschäftigt, das Erdgeschoss des Gebäudes auszuleuchten.
Vor dem Mittagessen wurde noch ein Gemeinschaftsprojekt in Angriff genommen, welches die Bergung von Verletzten über die Kellerschächte beinhaltete. Die Atemschutzgeräteträger waren mit Auffindung und Bergung der „Verletzten“ beauftragt, der Rest der Mannschaft musste die Kellerschachtabdeckung, welche eine 15 cm dicke Betonplatte ist, vom Schacht entfernen. Dies wurde mittels Büffelwinde, Brechstangen und Hebekissen bewerkstelligt. Nachdem alle „Verletzten“ geborgen waren, konnte im Zelt das Mittagessen gegen 14.00 Uhr eingenommen werden.
Frisch gestärkt, begann nach dem Essen die Grundausbildungsgruppe damit, die Beleuchtung vom Erdgeschoss in den ersten Stock zu verlegen. Die erste und die zweite Bergungsgruppe brachte einen Ausleger im Dachgeschoss des Gebäudes an. Mit diesem Ausleger kann man sich vom Gebäude aus abseilen. Die Konstruktion wurde ebenfalls mithilfe des EGS gemacht.
Nachdem die Beleuchtung umgesetzt war, wurde die Grundausbildungsgruppe mit dem Abbau des Mannschaftszeltes beauftragt.
Langsam machte man sich schließlich an die Aufräumarbeiten, welche sich noch vor Ort eine ganze Weile hinzogen und aufgrund der teilweise durchnässten Ausstattung anschl. auch in der Unterkunft noch einige Stunden in Anspruch nahmen.
Abschließend kann man die Übung als gelungen betrachten, zumal sie aufgrund der vorhergesagten Unwettergefahr von drei auf einen Tag verkürzt worden ist.
16.08.2008