Veranstaltungen
Traditionelles Maibaumaufstellen in der Unterkunft
Wie schon viele Jahre vorher wurde auch dieses Mal in der Walpurgisnacht, am 30. April im Ortsverband Regen ein Maibaum aufgestellt
Der insgesamt knapp 28 Meter hohe Baum wurde bereits am Tag zuvor von einer Mannschaft des THW beim Spender, dem langjährigen Helfer Andreas Pledl abgeholt. Gegen 16:30 Uhr fuhren rund zehn Helfer mit GKW I und MTW in das kleine Dorf Katzenbach um den dort noch im Wald stehenden Baum zu fällen und auf einen Traktor zu verladen. Dabei wurde auch noch ein zweiter, kleinerer Baum geschnitten, aus welchem später die sog. "Schwaiberl", lange Stangen zum Aufstellen des Maibaumes, gefertigt werden sollen.
Nachdem beide gefallen sind wurden sie auf den speziell dafür präparierten Anhänger des Traktors geladen und unter Begleitung der zwei Einsatzfahrzeuge in die Unterkunft gebracht. Hierbei war sowohl planerisches, als auch fahrerisches Geschick gefragt, um die sperrige Ladung unbeschadet um Kurven zu rangieren.
Am Ziel angekommen wurde der Baum in einem ersten Schritt von seiner Rinde befreit und bereits die Schwaiberl präpariert. Dann sicherte man alles mittels zweier LKW vor einem unberechtigem Entwenden. Denn gerade in Bayern sollen sich um diese Zeit einige Langfinger herumtreiben, die es auf Maibäume abgesehen haben.
Doch damit sollte es diese Jahr nicht genug sein. Eine Gruppe von 12 THW'lern hatte sich heuer dazu entschlossen den langen Brauch des Maibaumstehlens nicht nur durch Bewachen des eigenen, sondern auch durch Stehlen eines anderen Baumes zu zelebrieren.
Als Opfer wurde das nahe liegende Dorf Oberneumais auserkohren, dessen Baum nahezu ungeschützt im Dorf gelagert war. Nachdem einzelne Helfer schon einige Male die Situation ausgespäht hatten wurde schnell klar dass man das Gewicht des Baumes nicht alleine bewältigen konnte. Um genug Männer und Frauen mobilisieren zu können wurde kurzerhand ein Übereinkommen mit Teilen der FFW Bärndorf und einer Gruppe des "Bauwagens Poschetsried" geschlossen. So versammelten sich am 03.04.2010 um 02:00 Uhr morgens ca. 35 Personen, schnappten sich den Baum und trugen ihn bis zur Ortsgrenze, von wo an er als gestohlen galt. Inzwischen sind die Auslöseverhandlungen gelaufen und der Baum an seine Besitzer zurück gegeben, so dass diese ihn noch Termingerecht aufstellen konnten. Die Auslöse, 50 Liter Bier und eine gute Brotzeit für alle, wird selbstverständlich gemeinsahm verzehrt.
Am nächsten Tag folgte das Schmücken und Aufstellen des eigenen Baumes, was diese Jahr fast in Rekordzeit gelang.
Unser Dank geht an alle die dazu beigetragen haben, wieder aufs Neue dafür zu sorgen, dass diese Veranstaltung so gut gelang. Insbesondere Andreas Pledl für die Spende des Baumes, Christian Wiesmüller für die Organisation und Durchführung der Abholung. Des Weiteren auch Georg Gigl, der auch dieses Jahr wieder eine Schlüsselrolle beim Aufstellen spielte.
Natürlich danken wir auch der Gruppen aus Bärndorf und Poschetsried für die gute Zusammenarbeit und zu guter Letzt auch den Oberneumaisern, die sich als faire Verlierer herausgestellt haben.
30.04.2010
Von: Matthias Geiger