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Zahlen, Daten, Fakten
1 Helferinnen und Helfer- Insgesamt: rund 80.000, davon
- Jugend: fast 15.000 in 930 Jugendgruppen
- Frauen: über 7.000 (ca. 9 % der Gesamthelferzahl)
2 Hauptamtliche3 Struktur
Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk untergliedert sich in: - 669 Ortsverbände
- 66 Geschäftsstellen
- 8 Landes- bzw. Länderverbände
- Baden-Württemberg (BW)
- Bayern (BY)
- Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt (BE/BB/ST)
- Bremen, Niedersachsen (HB/NI)
- Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein (HH/MV/SH)
- Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland (HE/RP/SL)
- Nordrhein-Westfalen (NW)
- Sachsen, Thüringen (SN/TH)
- THW-Leitung in Bonn
- ein Zentrum für Aus- und Fortbildung mit zwei Ausbildungsstätten (Hoya und Neuhausen)
4 Aufgaben des THW- Führung/ Kommunikation und Logistik
- Einrichten temporärer Telekommunikationssysteme
- Einrichten und Betreiben von Logistikstützpunkten
- Verpflegung von Einsatzkräften
- Materialerhaltung, Reparatur- und Wartungsarbeiten
- Verbrauchsgütertransport
- Technische Hilfe im Umweltschutz
- Ölschadenbekämpfung
- Wasseranalyse
- Betreuungsdienstliche Notversorgung der Bevölkerung
- Weitere technische Hilfeleistungen
- technische Hilfe auf Verkehrswegen
- Höhenrettung
- Tauchen
- Behelfsmäßiger Straßenbau
- Wartung von Zivilschutzeinrichtungen
5 Einsatzeinheiten- Das THW verfügt über 1180 Fachgruppen und 1437 Bergungsgruppen in 727 Technischen Zügen. Hinzu kommen die Spezialgruppen der Schnell-Einsatz-Einheit-Wasserversorgung-Ausland (SEEWA) und der Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland (SEEBA, 3 Standorte).
- Bundesweit gehören mehr als 8.400 Fahrzeuge zur Ausstattung des THW.
6 Haushalt- Die Ausgaben des THW beliefen sich im abgelaufenen Haushaltsjahr auf rund 129 Millionen € (ohne Drittmittel).
7 Technische Hilfeleistungen
Einsatzschwerpunkte des THW waren 2005 Bergungs-, Räum- und Pumparbeiten nach Unwettern sowie Elektroversorgung und Behelfsbrückenbau. Die Helfer des THW waren auf Anforderung verschiedener Bedarfsträger (z.B. Polizei, Feuerwehr, Gemeinde, Katastrophenschutzbehörden, Regierungspräsident, Land, Bund oder EU) rund 1,1 Millionen Stunden lang (2005) im Einsatz. Sie leisteten technische Hilfe bei der Durchführung humanitärer, caritativer und sozialer Aufgaben. Ferner erbrachte das THW sonstige technische Hilfeleistungen, d.h. Leistungen, die nicht unter die schon genannten fallen und aus denen Dritte einen Vorteil ziehen.
8 THW im Ausland
1. Auslandseinsätze Nach den verheerenden Hurrikans „Katrina“ und „Rita“ im September 2005 kam das THW zum ersten USA-Einsatz in seiner Geschichte. Insgesamt waren 128 Fachkräfte des THW vor Ort. Während des 40 Tage dauernden Einsatzes pumpten sie mit 15 Hochleistungspumpen an 165 Stellen mehr als fünf Millionen Kubikmeter Wasser aus den Städten New Orleans und der Gemeinde St. Bernard ab. Dafür standen ihnen 200 Tonnen hochmoderner Ausstattung zur Verfügung. Sie legten öffentliche Gebäude wie den Superdome, das Charity Hospital und das Rathaus von New Orleans sowie wichtige Verkehrsverbindungen wieder trocken.
Einen weiteren großen THW-Auslandseinsatz erforderte das schwere Erdbeben in Südostasien (7,6 auf der Richterskala) im Oktober 2005. Das Beben in der Region Kaschmir im pakistanisch-indischen Grenzgebiet verwüstete zahlreiche Dörfer und forderte über 80.000 Menschenleben. Das THW-Team der Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland (SEEBA) half bei der Ortung und Bergung Verschütteter in Muzaffarabad, mit Erfolg: Am vierten Tag nach dem Beben befreiten die Einsatzkräfte des THW eine Frau lebend aus den Trümmern. Nach Beendigung der Search and Rescue Arbeiten versorgten Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit-Wasserversorgung-Ausland (SEEWA) die Bevölkerung mit Trinkwasser.
2. Auslandsprojekte
Im zurückliegenden Jahr 2005 hat das THW insgesamt Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 23,1 Mio. € in Europa, Asien und Afrika durchgeführt. Auch im Jahr 2005 beschäftigten die Folgen des schweren Tsunamis in Südostasien das THW. Im Anschluss an die akute Nothilfe unterstützte das THW einheimische Kräfte unter anderem beim Wiederaufbau von Häusern und wichtigen Infrastruktureinrichtungen (Krankenhäuser, Schulen). In Pakistan implementierte das THW Projekte zur mittelfristigen Wiederaufbau-Hilfe nach der ersten Phase der humanitären Soforthilfe. Unter anderem helfen THW-Angehörige beim Aufbau von Notunterkünften und unterstützen die Arbeit des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) bei der Verteilung von Hilfsgütern.
Zum Jahreswechsel hat das THW sein Engagement in Sierra Leone im Rahmen der Friedensmission der Vereinten Nationen (UNAMSIL) beendet. Zwischenzeitlich versorgte das THW dort fast 17.000 Blauhelmsoldaten mit Strom und wartete die landesweit rund 400 Generatoren. Zwar ist das UN-Mandat für das rund fünf Millionen Einwohner zählende Land zum 31. Dezember vergangenen Jahres abgelaufen. Doch das THW ist auch weiterhin in dem westafrikanischen Land aktiv.
Seit Januar bilden THW-Experten im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in einem Beschäftigungsprogramm marginalisierte Jugendliche aus. Sie vermitteln den ehemaligen Kindersoldaten unter anderem Kenntnisse in KfZ-Mechanik und Metallbearbeitung. Als Ausbildungsstätte wird in Freetown eine Werkstatt aufgebaut. Mit Hilfe mobiler Schulungseinheiten erreichen die Ausbilder auch abgelegene Projektstandorte im Landesinneren.
Das THW entwickelt sich mehr und mehr zu dem Instrument der Bundesregierung zur Katastrophenbewältigung bei internationalen Hilfs- und Kriseneinsätzen.

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